Archive for Dezember 2010

Urbane Gärten statt Heuschrecken und Finanzkrise.

Dezember 16, 2010

Gerade die USA haben immer wieder bewiesen, dass Krisen nur mit neuen Lösungen überwunden werden können, und das meine ich ganz pragmatisch. In Deutschland zum Beispiel labert man über Regeln für die Finanzwelt, das ist etwa so, als würde man für das Weltall die Einhaltung der deutschen Verkehrsordnung fordern.

So haben sich schon vor der Finanzkrise und vom Untergang der Autobranche seit den 70er Jahren, jenem Jahrzehnt in dem man die Ölkrise Millionen Menschen auf diesem Planeten klar gemacht hat, so geht es nicht weiter. Die Erde ist kein Fließbandprodukt von Henry Ford, sie ist ein fragiler Planet. Oder auf deutsch gesagt, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus.

Und in Detroit hat man sich angesichts des Massenelends in der Stadt auf eine alte Tradition der Migranten aus dem 16. bis 18 Jahrhundert besonnen, und die hieß, brach liegendes Land zu urbaniseren. War es damals jedoch kein brach liegendes Land, nur weil die Ureinwohner eine andere Vorstellung vom Umgang mit der Natur hatten, liegt der Fall in Detroit anders.

Tausende vonm Menschen und Unternehmer haben die Stadt am Eriesee in den letzten 40 bis 50 Jahren verlassen und marode Gebäude und leere Grundstücke zurück gelassen. Und diese musste dann die Stadtveraltung für teueres Geld  sanieren und pflegen, obwohl die Einnahmen dafür immer mehr zurück gingen. In Deutsachland spricht man dann davon, dass die Schere auseinander geht.

In Detroit haben Enthusiasten, Büromenschen ohne Job und Mitglieder des Prekariats begonnen auf leeren Grundstücken und in Fabrikhallen Gemüse und Obst zu züchten. „Ob es auch an der Finanzkrise liegt, oder daran, dass viele Menschen generell wieder näher zur Natur möchten, nach „Sinn“ und „Wirklichkeit“ in ihrem Leben suchen, wieder Bezug haben möchten, zu dem, was sie essen: Gärtnern in all seinen Formen liegt im Trend wie seit Generationen nicht mehr“. (1)

Ein Trend den man Urban Farming oder „Transforming Ökonomie“ nennt, ausgehend von der Tatsache, dass man auch in der Stadt nicht nur für den Eigenbedarf Lebensmittel produzieren kann, die einem durch den Verkauf ein Einkommen sichern.

In Detroit soll es heute über 900 Stadtfarmen geben, Tendenz steigend. Doch nicht nur die City- oder Metropolenökonomie  verändert sich dadurch, sondern auch die Lebensqualität und Anbauweisen für das wertvolle Gut Nahrungsmittel aus eigener Produktion, so dass man Farming von heute nicht mit denen zu George Washingtons Zeiten gleich setzen kann. Der Mensch lenrt dazu, und das besonders schnell, wenn das Ziel human ist und sozial verträglich erreicht werden kann.

„Das ist keine Rückkehr zu irgendwas, da entstehen ganz kreative neue Formen, meint auch Christa Müller, Vorsitzende der Stiftung Interkultur. Das hat zum einen praktische Gründe.

Wegen der oft schlechten Böden in den Städten, aber auch um den Anbau mobil zu halten, müssen die modernen Gärtner sich neue Methoden erschließen, um auch inmitten von Asphalt und Beton an ihr Gemüse zu kommen. Erfolgreich: In Kisten und Säcken mit fruchtbarem Humus können Kartoffeln sogar auf dem Balkon angebaut werden. Und in den Prinzessinnen-Gärten werden mit Hilfe von transportablen Hochbeeten ungenutzte städtische Brachflächen in kürzester Zeit in einen ökologische Nutzgarten verwandelt“. (1)

Und der Trend wird noch mit eines Gesellschaft zu nehmen, in der man mehr und mehr „Rentner hat und erkennt, Gärtnern heißt Gesundheits- und Körperpflege. Menschen die in einem kleinen Garten arbeiten dürfen, sind glücklicher und gesünder. Der Nachweis dafür ist jedoch schwierig, denn dazu müssten man mal über 50 Jahren und mehr Erfahrungen sammeln können und diese dann auswerten.

1)http://www.bauerngarten.net/presse/100618_sein_47195605.pdf

https://harrygambler2009.wordpress.com/2010/12/15/detroit-wird-zur-grosten-farm/

Detroit wird zur größten Farm

Dezember 15, 2010

Detroit liegt am gleichnamigen Fluss zwischen dem Lake St. Clair und dem Eriesee und ist mit etwa 900.000 Einwohnern die elftgrößte Stadt der USA„. (1) Der Spitzname für Detroit war bis zur Finanzkrise Motor City, die auch letztendlich die Autoindustrie in den USA in den Abgrund zog, aber eigentlich  nur das I-Tüpfelchen auf die Automobilkrise war, die seit Jahren den Markt beherrscht. Die Autoproduzenten in den USA haben Energiefresser gebaut, die sich bald die Bürger nicht mehr leisten konnten oder können.

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Detroit wurde als  Motor City großspurig von den Automobilbauern wie Henry Ford beherrscht. „Aus der Boomtown Detroit, in der Henry Ford den Autobau am Fließband erfand und deren Einwohnerzahl zwischen 1900 und 1950 von 285 000 auf 1,85 Millionen stieg, ist ein Problemfall geworden“. Denn Im Zuge der Autohysterie hat man eine Stadt gebaut, in der man „bewusst (auf) öffentliche schienengebundene Verkehrsmittel (verzichtet hat), deshalb gibt es keine U- oder S-Bahn in Motor City.

Arbeitslosigkeit, Armut, Zerfall – Detroit kämpft gegen den Niedergang. Der Absturz von Chrysler und General Motors hat in Amerikas Autometropole sichtbare Spuren hinterlassen. Ein Besuch am Ground Zero der US-Autokrise“. (3)

Ein Besuch heute in Detroit, der Stadt in der seit den 60er Jahren nicht nur die Motown-Musik und Kriminalität grassierte, zeigt mehr ein grünes Wunder als eine Motor City. In Detroit hat die Zukunft der Bürger begonnen, die in ihrer Stadt leben und arbeiten wollen, und das gut und gesund. Die Zeiten der Mac`s sind vorbei, nicht umsonst wird Burger King zum Verkauf angeboten.

In Detroit werden heute im Rahmen der sogenannten „Transforming“ Ökonomie freie, städtische Grundstücke „in Höfe und Gärten“ verwandelt, so dass die „Gemeinde Detroit“ heute ihre „Bewohner“ in der Mehrheit mit „Früchten und Gemüse“ aus Detroit versorgen kann. Ein grünes Wunder und eine ökologische Euphorie herrscht heute zwischen den Ruinen einer versinkenden Welt der „Fließbandarbeit und Scheinmobilität per Automobil“.(4) Die Selbstbestimmung steht wieder hoch im Kurs, das Fließband gehört den Totengräbern einer maroden Industriepolitik a la Herny Ford.

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Die Zukunft in der ehemaligen Metropole  ziwschen Lake St. Clair und der Eriesee hat begonnen, wenn sie auch nicht unkritisch betrachtet wird, denn wie immer sind es auch reiche Spinner der angenehmen Art, die eine Idee mit vorantreiben. War es vor über 100 Jahren Henry Ford mit seiner Fliebandproduktion, der damit das Auto erst zum Massenkonsumartikel werden ließ, ist es heute wohl laut der Literatur der Millionär John Hantz, auch wenn er auf eine schon längst fahrenden Zug mit aufspringt.

„Einer der verbliebenen Millionäre der „Motor City“ plant nun, in Detroit die größte urbane Farm der Welt zu schaffen. Es sind High-Tech Agrarfabriken geplant, die wie Science-Fiction anmuten. Ob das allerdings tatsächlich der armen Bevölkerung Detroits hilft, wird bezweifelt“. (5) Die Arbeitslosigkeit bezweifeln diese Kritiker wie immer nicht, seltsam, doch alles Neue hat gegen Vorurteile zu kämpfen.

Und wer könnte schon besser gegen Vorurteile ankämpfen, als einer, der die alte Ökonomie und Heuschreckenkultur von der Picke auf kennt. „John Hantz, ehemaliger Finanzmanager und einer der wenigen verbleibenden Millionäre Detroits, ist überzeugt, dass urbane Farmen der Stadt einen neuen Aufschwung bringen könnten“. (6)

Dabei weiß John Hantz um die Probelme von Detroit, kurze Sommer und lange Winter sind nicht das ideale Umfeld für eine klassische Farm, deshalb setzt er auf „High-Tech-Gemüsefabriken“ die ausehen werden, „wie aus einem Science-Fiction-Film entflohen. Mit Kompost geheizte Glashäuser, Terrassenbeete, Hydrokulturen (nur Wasser, keine Erde) und Aerokulturen (nur Luft) sollen zeigen, wie die urbane Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte“. (5)

Denn auch die alten Vorstellungen vom Bauer auf dem Traktor „wird (es) jedenfalls ganz sicher (nicht) geben – das war gestern“, und das ist das Problem der Kritiker, die ihre Bildung aus dem letzten Jahrhundert beziehen. Sicherlich ist Detroit ein Experiment, aber eines bei Erfolg mit revolutionärem Charakter für Detroit und die „Dritte Welt“, denn diese leidet heute immer noch unter den subventionierten Agrarprodukten aus Europa und den USA, die ihre heimischen Märkte zerstört haben und ein Heer von Arbeitslosen produziert hat, so wie über eine Milliarde Menschen, die vom Hunger bedroht sind.

Dabei sind die Ideen des wohl unter Vorurteilen leidenden Hantz nicht die einzigen, in die Schlagzeilen kam er wohl wegen seinem 30 Millionen Dollar Angebot an die Stadt. Denn schon bisher gibt es in Detroit die  „900 selbstverwaltete Stadtfarmen“, die Motor City zur grünen Oase werden lassen. „Widerstand erhält Hantz vor allem von den autonomen Stadt-Farmern, die Detroit zu einer der führenden Städte in Sachen urbane Landwirtschaft gemacht haben – sie fürchten nun eine Übernahme und Kommerzialisierung durch das Riesenprojekt“. (5)

Man darf gespannt sein, wie sich die Stadtverwaltung und Bürger von Detroit entscheiden, am Ende wäre eine Lösung mit den Stadtfarmern und Hantz die beste Lösung, denn aus vielen Ideen könnte eine neue globale, dezentrale Agrarkultur werden, die auch den Hungernden in dieser Welt hilft, denn letztendlich wird die Selbsthilfe die letzte Lösung für alle Armen sein, ob in Detroit oder Afrika, aber ein Hantz alleine macht noch keinen satt.

1)http://de.wikipedia.org/wiki/Detroit

2)http://www.handelsblatt.com/auto/news/detroit-traditions-autostadt-kaempft-mit-riesenproblemen;1374819

3)http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627794,00.html

4)http://www.news-medical.net/news/20101120/7623/German.aspx

5)http://www.shortnews.de/id/848783/Detroit-Von-der-Metropole-zum-Ackerland

Post aus Kabul für Teflon Merkel

Dezember 14, 2010

Liebe Angela Teflon,

das Wetter hier in Kundus bei Kabul ist super, wären da nicht die Afghanen, die etwas unseren Urlaub stören, wir müssen deshalb kugelsichere Westen tragen. Doch Stepfie findet die Modelle „voll geil“ und „cool“, denn sie würden nach Männerschweiß riechen. Das konnte ich ihr leider bisher nicht bieten, nur Angstschweiß von der Elchjagd in Schweden.

Toll ist auch, dass der „Dummschwätzer und Doofkoch“ B. Kerner mit dabei ist, es findet die Soldaten cool und ärgert sich nur über den Sand in seiner „wässerigen Erbensuppe und setzt uns sonst aber gut in Szene. Stepfi findet in eh super, blond klug und kochfertig, obwohl ich etwas das Gefühl habe, dass er mit seinem Gelabere die Zuschauer Zuhause langweilen könnte, vielleicht sollte Stepfi mal  im Minirock auftreten, was meinst du dazu?

Wie sind bitte die neuesten Umfragewerte für mich und Stepfi?

Die Sonne scheint hier den ganzen Tag, doch es ist auch hier Winter, wusste gar nicht, dass es auch in Afghanistan Winter gibt, ich dachte die haben nichts außer Berge und Sand und etwas Öl und sonstige Rohstoffe, die wir so brauchen könnten.

Uns geht es also wunderbar, B. Kerner hat schon einen Sonnenstich und leider hat das mit dem Viagra auch nicht so hingehauen, Stepfi wird einfach nicht schwanger. Früher war das einfacher, ich ging zur Elchjagd nach Schweden, Stepfi nach Monaco zum Tennisspielen und 9 Monate später hatten wir ein Kind. Hast du bitte eine Teflonlösung dafür?

Ich wünsche Dir schon mal ein supergeiles Teflon …. sorry .. Weihnachtsfest und melde mich dann wieder im neuen Jahr zum Dienst, aber erst wenn der Guido seine Number One Show zum Dreikönigstreffen der doofen Liberalen in Stuttgart 21 hinter sich hat. Wir könnten ihm ja mal B. Kerner ausleihen, den kann er auch dann für die ganze Nacht haben, der beißt auch auf die Lippen, wenn es mal hart wird. Manche Soldaten hatten viel Spaß mit ihm.

Grüße aus Kundi bei Kubu in Afghani

von deinem Karl und der blonden Stepfanie

PS. B. Kerner meint, das mit dem Tennisurluab sei besser als das mit dem amerikanischen Viagra. Er hätte es Jahre probiert und sich dann nur noch das Rezept für eine „Erbesensuppe a la Ursula von der Leier“ merken können, Erfolg sei gleich Null gewesen. Auch wenn Thilo Sarazzin mit dem „türkichen Tennislehrer“ so viel Pech hatte, während sein Frau immer von einem goldenen Jahrzehnt spricht, solltest du ihr doch bitte eine Reise nach Lichtensetin zum „blaublütigen Tennisurlaub“ schenken, den sie hat auch 2011 wieder Geburtstag.

Du könnets dann auch vorbei kommen, die Ärzte dort liften umsonst die Haut und die Konten ihrer Kunden. Ich hoffe, wir erleben bei den Wahlen 2011 nicht zu viele Niederlagen, denn ehrlich gesagt, mit der Methode Karsai würde es uns besser gehen, auch B. Kerner meint das.

1)http://www.tagesspiegel.de/politik/international/karsai-ist-korrupt-abdullah-ist-korrupt/1599812.html

PS. vom Verfasser: Natürlich handelt es sich bei dem obigen Text um eine Satire, obwohl in Deutschland bekanntlich die Realität oft die Satire bei weitem übertrifft.

Stuttgart 21 und der Lobbyismus oder mit Geisler (CDU) ins Niemandsland

Dezember 2, 2010

Von Anfang an hatten die Gegner von Stuttgart 21 mit einer mächtigen Lobby zu kämpfen, die auch letztendlich mit der Person Geisler (CDU) einen Strippenzieher per Selfmade ins Rennen geschickt haben, der die Gegner und Bürger geschickt ins Leere laufen ließ.

Die Person Geisler sollte nicht mehr oder weniger als die machtvollen Demonstrationen am Montag und Samstag aufzulösen und damit ihre Weltöffentlichkeit zerschlagen. In Marathonsitzungen hat er mehr oder weniger nur Altbekanntes aufgerollt, jedoch nicht die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Politik geklärt.

Am Beispiel der Person Mappus (CDU), Ministerpräsident der seit Ewigkeit regierenden Partei CDU lässt sich das gut festmachen. Mit Vehemenz hat er den Gegner von Stuttgart 21 vorgeworfen, sie würden nur unnötig die Kosten in die Höhe treiben, was schon mal durch die marode Kostenrechnung der Bahn AG widerlegt wurde. Geisler kam dann mit dem Vorschlag, einige Änderungen der Gegner aufzunehmen, was dann 1 Milliarde mehr kosten würde, das war dann wieder Wasser auf die Räder von Mappus und Hintermänner des Bahnprojekts, wie der legendäre Parteifreund von Geisler und Mappus, Roland Koch (CDU), Ex-Ministerpräsident von Hessen und in Zukunft Vorstandschef von Bilfinger, dem Baulöwen vom neuen Tunnelbahnhof Stuttgart 21 (1).

Bilfinger gilt nach Hochtief als die Nummer 2 in Deutschland in der Tunnelbranche und hat mit dem U-Bahnschachteinsturz in Köln schon mal ein Meisterstück abgeliefert. „Roland Koch tritt mit der Übernahme des Chefsessels beim Bauunternehmen Bilfinger Berger ein schwieriges Erbe an: Er muss sich um die Aufklärung des Einsturzes der Kölner U-Bahn kümmern, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen“. (1)

Bei Bekanntgabe der Nominierung von Koch zum Bilfinger-Pate stürzte die Aktie vorsorglich gleich mal um 5 % in die Tiefe, der Koch als Jurist und Gründungsmitglied des Systems Mobbing weiß, wie man Leute fertig macht und ruiniert, der Name bürgt für vieles was Bürger in der Demokratie ablehnen.

Und die 1 Milliarde, die Mappus mit schweißgebadeten Händen ins Spiel brachte sind ein Pappenstiel, wenn man bedenkt, dass Mappus, der Siemensindianer (2) den Ankauf einer Steuerbetrugs-CD aus der Schweiz mit dem Argument ablehnte, die sei nicht mir der Verfassung  vereinbar. Bei Siemens scheint Mappus viel gelernt zu haben, wenn man den Schmiergeldskandal dieser Firma bedenkt.(3)

Von all dem will natürlich Mappus nichts gewusst haben, doch mit der Steuerbetrugs-CD hat er Menschen und Bürger beleidigt und unsere Verfassung missachtet. In seiner Begründung für den Nichtankauf der CD schreibt Mappus, „er mache nichts, was nicht weitestgehend rechtlich eindeutig ist. Die Kaufentscheidung der schwarz-gelben Regierung in Nordrhein-Westfalen hält Mappus für äußerst fragwürdig“.(4)

Nicht ist am Ankauf der CD fragwürdig außer den Namen die fast sieben Milliarden an Steuern hinterzogen haben. Namen, die sich ausschließlich aus Firmen zusammensetzen, die in Deutschland Kohle abzocken aber keine Steuern bezahlen wollen. Und dann fragt man sich schon, welche Firmen sind das, etwa die, bei der Mappus bis 2011 beurlaubt wurde?

Der legale und vom Bundesverfassungsgericht für Grundgesetz konform erklärte Ankauf der CD hätte Milliarden an Steuern gebracht. „Baden-Württembergische Steuerfahnder hatten durch die Daten der Steuerbetrüger Nachzahlungen von bis zu sieben Millionen Euro erwartet“. (4)

Mappus missachtet somit mit Duldung Dritter im Hintergrund den Verfassungsauftrag eines Regierungschefs eines Bundeslandes, Schaden von unserem Land abzuwenden. Und die legale und vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Berechtigung zum Ankauf der Steuerbetrüger-CD (4)  und Verwendung im Kampf gegen die Korruption hat Mappus bewusst verhindert und somit 7 Milliarden verschleudert. Und so jemand will sich über 1 Milliarde Euro für den Wahnsinn Stuttgart 21 echauffieren?

Geisler hat mit keinem Wort diesen Missstand aufgezeichnet, denn zu tief sitzt in seiner Partei der Filz aus Wirtschaft, Politik und Medien. Dazu gehören dann so Gefälligkeiten, wie die Ernennung der Tochter des Finanzministers und Brüllaffenanhängers Schäuble Fernsehfilmchefin. „Im SWR soll die Christine Strobl zur Fernsehfilmchefin aufsteigen. Sie ist die Tochter von Finanzminister Wolfgang Schäuble“. (5)

Doch der Clan der Schäubles ist kein Einzelfall, längst haben die Strategen der CDU begriffen, wie man die öffentlich-rechtlichen Sender in die Hand bekommt, und sich auf Kosten der Allgemeinheit ein ruhiges aber parteiwichtiges Leben ermöglicht. „Und sie ist kein Einzelfall: Noch mehr Politiker-Kinder sind im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gut untergekommen“(5)

Und dann versteht man wieder auch wieder, warum der Protest der Bürger von Stuttgart gegen den Wahnsinn „Tunnelbahnhof“ so wichtig war, denn Medien, Politik und Ermittler sind schon längst ein eine neue Phase der „Gleichschaltung“ getreten, die das heißt: Die Partei, die Partei hat immer recht und die Nutznießer dieser „Ossifizierung des Westen“ (6) sind die Kinder der einzelnen Clans, ob sie nun Schäuble, de Maiziere oder Hinz und Kunz heißen.

Doch man soll sich auch keine Illusionen machen und meinen, dies sei nur bei der CDU so, die SPD, FDP, GRÜNEN oder im Osten die LINKE arbeiten mit ähnlichen Muster, was immer nur eine Frage der Macht ist, die man bekommt. Und das, das ist nun die Schizophrenie in diesem Macht- und Geldspiel, diese Macht verleihen wir Bürger durch unsere Wahl diesen Damen und Herren, von daher sollte sich jeder Bürger überlegen, ob es nicht endlich demokratisch ist, Nichtwähler zu werden und nur noch über Sachfragen abzustimmen.

Ein Mappus wird immer das machen, was ein Koch (CDU), Schröder (SPD, Ex-Kanzler), Fischer (GRÜNE) oder Schäuble (CDU) machte oder macht, Kohle abzocken und Jobs sichern für den eigen Clan. Nur wer der Clan ist, das ist dann eine Frage der Information, und die, die muss man kontrollieren, doch das wäre dann ein Thema, das nicht nur die Gegner von Stuttgart 21 lösen können, die haben nur den Finger in die Wunde gelegt und gezeigt, wie tief der Eiter sich schon ausgebreitet hat.

1) http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~ED764E33E38AA4C038C7E35A01A3DF30E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

2) http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Mappus

3) http://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/04/13/ex-siemens-vorstand-michael-kutschenreuter-gesteht/

http://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/02/22/ex-siemens-vorstand-ganswindt-muss-vor-gericht/

http://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2010/10/13/schadenersatzforderungen-aus-griechenland-wegen-korruption-an-siemens/

http://de.wikinews.org/wiki/Siemens-Schmiergeldskandal_weitet_sich_aus

4) http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,680783,00.html

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE6B009R20101201

5) http://www.stern.de/kultur/tv/schaeuble-tochter-wird-fernsehfilmchefin-beim-swr-die-oeffentlich-rechtlichen-politiker-kinder-1625385.html

6)http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E268B034D9E5745B48131BFF63261828A~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton