CDU-Kinderspiele um Zu-und Einwanderung oder warum Moslems lachen sollten

Man glaubt es kaum, wenn man Tag für Tag die leidige Diskussion der CDU-Politrige über sich ergehen lassen muss zum Problem „Multi-Kulti oder Migrantenkinder“.

Zu befürchten war es jedoch, nach dem die beiden SPD-Genossen Thilo Sarazzin (SPD und Hugenottensprößling)  und Heinz Buschkowsky (SPD und schlesischer Herkunft) der CDU in Berlin zum Wahlsieg verhelfen wollen. Bei Sarazzin fragt man sich, wie können über 1 Million Menschen so ein Druckwerk kaufen, Buschkowsky taucht zum Glück mit seiner Parolen nur bei alten Frauen wie Maischberger und Alice Schwarzer auf der Couch auf.

Begonnen hat es dann damir, dass Ch. Wulff der Bundespräsident über die Entlassung von Sarazzin enstcheiden sollte und Angst bekam, dafür eine Rede hielt, in der er einfach die Tatasache der Leistungen der  Muslime seit 40 Jahren in Deutschland Anerkennung zollen musste. (1) „Ich bin auch der Präsident der Muslime“ (1)

Deutsche Heldenmütter

Sofort keiften Maischberger, Schwarzer und Buschkowsky vom roten Sofa zurück, ersparen wir uns näheres. Doch dann die Rede, von wem schon anders, als von einem der bayrischen Jungs um den Bankenskandal ihrer Landesbank tief im Sumpf aus Korruption und Unfähigkeit steckenden Partei in Person von Horst Seehofer.

Der Ort seiner Rede konnte nicht besser gewählt sein, als die Stasihochburg Potsdam, bekanntlich wurden in Brandenburg mit der Duldung der Regierungen Stolpe und Plazek keine Regelüberprüfung der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auf ihre Stasivergangenheit durchgeführt und da fühlen sie die Jungs und Mädels der Jungen Union gleich zu Hause.

Seehofer will nun keine Zuwanderung von Moslems mehr, sieht aber auch den Bedarf von billigen Fachkräften als Lohndrücker für die deutsche Industrie, also wird erst mal auf die Türken und andere aus dem Nahen Osten eingerpügelt, wenn auch verbal. Das Motto kennen wir von Strauß und Co, und ist somit auch nichts Neues mehr.

„In Potsdam sprach Horst Seehofer davon, dass Multi-Kulti tot sei und dass sich alle in Deutschland lebenden Ausländer integrieren sollten. Integration bedeute nach seinem Verständnis, dass sich die Menschen zur „deutschen Leitkultur“ (was auch immer das ist) bekennen sollten und christliche Werte zu achten hätten (ungeachtet der Tatsache, dass ein Grossteil der Bevölkerung konfessionslos ist). Weiterhin fügte Horst Seehofer an: Wir wollen nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden“. (2)

Nun stand Wulff im Regen und Merkel kam nach Potsdam um zu retten was zu retten ist, denn schließlich träumen die Hardliner in der CDU und JU von einer neuen Partei rechts von alle dem oder so was Niederländisches, wie auch immer.

Und auch Merkel spürte in der Luft von Potsdam diesen alten Mief aus 300 Jahren und schlug in die gleiche Kerbe wie Seehfer. Zu vor jedoch kam der Chefideologe aller künstlichen Hüftgelenke, ja der Mißfelder, wer denn sonst. “ JU-Chef Mißfelder hatte im Vorfeld Kritik am Kurs der CDU geübt und ein klares konservatives Profil gefordert“. (3)

Nun gut, die Allgemeinbildung ist bei Mißfelder nicht sehr hoch, denn Profis fordern kein Profil, sie haben eines, das hätte ihm Mesut Ösil zeigen können, wenn Mißfelder was von Fairplay verstehen würde.(4)

Egal, Angela kam auf jeden Fall als alte Brandenburgerin wie früher zu FDJ-Zeiten gerne nach Potsdam, auch weil man hier es mit der Aufarbeitung der Stasivergangenheit nicht so genau nahm oder schlichtweg einfach unterließ. Sie, die Bundeskanzlerin hat dann auch mal kräftig in die Stimmung in alt-deutscher Art angeheizt. „Im Streit über den Kurs in der Integrationspolitik hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Multikulti-Gesellschaft für tot erklärt“. (5)

Und nun tanzten die Biergläser auf den Stammtischen, wäre da nicht wieder der Bundespräsident Wulff, der nun in der Türkey wieder etwas ganz anderes erzählt. „Bundespräsident Christian Wulff hat die Einwanderung in die Bundesrepublik als Gewinn für das Land bezeichnet. Einwanderer haben Deutschland vielfältiger, offener und der Welt zugewandter gemacht, sagte Wulff am Dienstag in einer Rede vor dem türkischen Parlament in Ankara“. (6)

Und er legt einen nach, dass Seehofer und Mißfelder angeblich den ganzen Tag vermißt hat und sie sehr viel Tränen für die verlorene Leitkultur a la Hofbräuhaus vergossen haben sollen. „Schon kurz nach seiner Ankunft erteilte der Bundespräsident Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer eine Absage“. (6)

„Wulff zeichnete (weiterhin in seiner Rede) insgesamt ein positives Bild von der Einwanderung in Deutschland und setzte damit einen Gegenpunkt zur teils hitzigen Zuwanderungsdebatte in Deutschland. Die türkischstämmigen Einwanderer etwa seien in Deutschland herzlich willkommen und sie gehören zu unserem Land“.(6)

Und siehe da, auch Thomas, der Hugenottensprößling und Sarazzinlandsmann legt mutig einen drauf. „Innenminister Thomas de Maiziere wies die Vorschläge von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) für ein Punktesystem für qualifizierte Einwanderer in scharfer Form zurück. Es gebe nicht eine Berufsgruppe, die mit dem bestehenden Recht nicht nach Deutschland kommen könne, sagte der CDU-Politiker im ZDF. Allerdings müsse man es klug nutzen. Jeder plaudert so daher, ohne sich mit der Sach- und Rechtslage zu beschäftigen, monierte de Maiziere“. (6)

Gut nun plaudern aber die Unionisten eben nicht nur so daher, sondern jeder sendet eine unterschiedliche Botschaft, außer Brüderle eben, der hat keine und ist von der FDP und kennt eigentlich nur Pfälzer Weine.

Und wenn zwei Männer in der Union mutig sind, dann kann das auch eine Frau und so hat Ursula von der Leiden, sorry Leyen, im Gegensatz zu ihrem Auftritt bei der JU in Potsdam bekannt gegeben, sie „will (auch) Fachkräfte in muslimischen Regionen anwerben“, was nun garnicht zu Sarrazin, Seehofer und Mißfelder passt.

Wäre ich Moslem, würde ich mich jetzt ruhig in meinen Sessel zurück legen, Tee trinken und abwarten was da noch für Kinderspiele aus der CDU kommen, eines heißt jetzt auf jeden Fall „Ich Einwanderer und Du Zuwanderer, lass uns Fußball spielen“, bringt mehr als Politik a la Seehofer und Buschkowsky.

1) http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-rede-zum-tag-der-deutschen-einheit-christian-wulff-nichts-gewagt-und-nichts-verloren-1.1007661

2)http://www.noows.de/integrationsdebatte-seehofer—leitkultur-statt-multikulti-22511

3)http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/D-Parteien-CDU-Merkel-als-Gastrednerin-beim-Deutschlandtag-der-Jungen-Union;art154776,2335268

4)http://de.wikipedia.org/wiki/Mesut_%C3%96zil

5)http://www.donaukurier.de/nachrichten/topnews/D-Parteien-CDU-Merkel-als-Gastrednerin-beim-Deutschlandtag-der-Jungen-Union;art154776,2335268

http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE69F05720101016

6)http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE69I0GQ20101019

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