Politikerinnen rasten bei „Schuluniform“ aus

Ja genosse Erich, das FDJ-Hemd kommt wieder, diesmal gesamtdeutschEs muss wohl an der Hitze liegen, dass im Sommer immer die gleichen Themen auf die Tagesordnung kommen. So steht die berühmte „Schuluniform“ im Augenblick neben dem bayerischen Rauchverbot ganz oben auf der „Hitzeopferscala“.

 „Angesichts des heftiger werdenden Wettstreits um teure Markenklamotten haben Politiker von CDU und SPD einen weiteren Vorstoß zur Einführung einheitlicher Schulkleidung gemacht. Schuluniformen können das Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln, erklärte CDU-Vorstandsmitglied Katherina Reiche„. (1)

Wir könne ja wieder das FDJ-Hemd einführen und Bilder von Erich aufhängen, Frau Reiche kennt wohl die deutsche Geschichte nicht.

Und sie hat auch noch nie Hartz IV beantragen müssen, geschweige denn davon leben müssen. “ Schuluniformen könnten Eltern wie Kindern soziale Entlastung bringen, erklärte CDU-Vorstandsmitglied Katherina Reiche am Freitag im DAPD-Interview“. (1) Soziale Belastung wäre wohl treffender, wer soll den diese Uniform bezahlen, wenn drei Kinder nur eine Mutter haben, die Hartz IV bezieht?

So ziemlich die dämlichste Debatte, die man angesichts der Streichorgie von Schwarz-Gelb auf Kosten von Hartz IV-Empfängern führen kann.

„Die ehemalige Justizministerin Brigitte Zypries sagte: Mobbing, Beurteilung rein nach dem Äußeren und der Druck, immer die neuesten Dinge tragen zu müssen, nehmen durch eine einheitliche Kleidung ab.“ Das soll einer verstehen. Egal ob Schuluniform oder nicht, gemobbt wird nicht wegen der Hose, sondern was im Kopf drin ist. Frau Zypries hätte sich mal lieber über ein gesetzliches Verbot von Mobbing Geanken machen sollen, als sie noch die macht hatte und dazu „Geschwiegen und Weggeschaut“ hat. In Österreich haben wir ein Mobbing-Verbot.

Natürlich hat eine einheitliche „Schulkleidung“ positive Auswirkungen und schafft auch eine Tradition der Zusammengehörigkeit, Irland, Ceylon und Kenia sind da nur „globale Beispiele“. Doch wie man einheitliche Schulkleidung und Mobbing zusammenbringen will, das verrät uns niemand.

„Sowohl Reiche als auch Zypries nannten positive Beispiele in Berlin, Düsseldorf und Potsdam. Obwohl die gemeinsame Kleidung nur für die Erstklässler obligatorische Pflicht ist, hatten sich rund 80 Prozent der älteren Schüler bei der Einführung der Schuluniform in Potsdam für die einheitliche Kleidung entschieden“(1)

Und die anderen 20 Prozent sind genau die, die sich diese wohl wegen Hartz-IV-Eltern nicht leisten können, so was nennt man Ausgrenzung, Frau Reiche oder Zypries! Stigmatisierung heißt dann, wer keine Schuluniform hat, das ist dann ein Hartz IV-Kind, ziemlich perfide dieses Modell, darauf können auch nur Politiker kommen.

1)http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Politiker-fordern-einheitliche-Schulkleidung_aid_882547.html

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Eine Antwort to “Politikerinnen rasten bei „Schuluniform“ aus”

  1. harrygambler2009 Says:

    Hallo,
    halte cih für ein Gerücht, das FDJ-Hemd der Frau Merkel hat auch nicht geholfen.
    Soziale Werte erarbeiten, lernen und vorleben, darum geht es. Wäre eine Uniform behilflich, dann müssten Politiker auch eine haben.
    Sehe nur darin den Sinn, dass von einer inhaltlichen zu einer formaen Diskussion abgelenkt werden sollen.
    Hartz IV Kinder können sich eh keinen Uniform leisten, dürfen die
    dann nicht mehr zur Schule?
    Harry Gambler

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