Discounter Lidl der fahrlässigen Tötung verdächtigt

Ein Skandal der an der deutschen Öffentlichkeit vorbei ging, weil diese fast durchgehend über eine schlechte Presse und ein desolates öffentliches Rundfunk- und Fernsehnetz verfügt.

Es ging dabei nicht mehr oder weniger um den  „listerienbelasteten Harzer Käse“ vom Hersteller Prolactal, der in Österreich zu Todesfällen geführt hat. Nur das nachhaltige Wirken eines Chemikers hat den Skandal an die Öffentlichkeit gebracht. 

„Im Falle des listerienbelasteten Harzer Käses von Hersteller Prolactal, dessen Verzehr in Österreich bereits zu Todesfällen geführt hatte, lief das so: Mitte Januar wurden die deutschen Behörden von Wien benachrichtigt – die Informationspolitik delegierten sie jedoch an den Discounter“. (1)

Nun also hat die Foodwatch (2) Strafanzeige erstattet, aber nicht nur gegen Lidl, den Billigdiscounter, sondern auch gegen die Regierung des selbsternannten „7 Schwabenkönigs“ von Baden-Württemberg. Und das fehlt fast durchgehend bei vielen Presseorganen, die die Nachricht wenigstens verbreitet haben.

„Foodwatch stellt Strafanzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Lidl und baden-württembergisches Verbraucherministerium – Todesfall nach unzureichender Information über Gesundheitsgefah“ (3)

Und der Spiegel meldet sogar, Foodwatch habe auch Anzeige gegen den Produzenten gestellt. Drei Quelen und drei verschieden Darstellungen ein und desselben Vorgangs, was für ein Journalismussumpf. „Der Bakterien verseuchte Käse hat ein juristisches Nachspiel: Foodwatch hat Strafanzeige gegen den Lebensmitteldiscounter Lidl, die österreichische Firma Prolactal und die zuständigen Behörden erstattet. Der Vorwurf: Die halbherzige Warnung habe zum Tod von Verbrauchern geführt“. (4)

Den Killerbakterien mag es egal sein, uns Verbrauchern nicht, den einige von uns haben den Verzehr nicht überlebt, und das sind nur die Fälle, in denen die Ärzte nicht geschlafen haben. „Holzauge sei wachsam“, mag man da nur sagen.

1)http://foodwatch.de/newsletter/newsletter_archiv/2010/anzeige_listerien_21052010/index_ger.html

2)http://foodwatch.de/in_eigener_sache/index_ger.html

3)http://www.rodenkirchen.de/html/shownews.php?id=2984

4)http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,696125,00.html

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Eine Antwort to “Discounter Lidl der fahrlässigen Tötung verdächtigt”

  1. Gegen Globalisierung Says:

    dumm nur, dass durch die globalisierung alle supermärkte jetzt zu Lidl, Aldi, Rewe, Tengelmann und Edeka gehören.

    bei edeka gabs schon pestizid-skandale.
    und bei lidl gabs einen skandal

    greenpeace beschreibt sämtliche supermärkte zu hoch-pestizidiert. einzig aldi und seit kurzem auch Lidl verkaufen obst, in denen greenpeace relativ wenig pestizide entdeckt haben. Bei einem der vorherigen Tests war Lidl hoch oben im roten Bereich der Pestizid-Gefahr in ihren Obst.

    dies ganze beschreibt das niveau der großen supermarkt-ketten. hätts keine globalisierung gegeben, gäbe es statt den 5 großen Supermarkt-Ketten Zig kleine. Leider werden alle Supermärkte nun von solchen Toxi-Niveau der Höhe von Edeka und Lidl geführt.

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