Korrupte Ärzte und Apotheker in Deutschland und ein Urteil mit Ansage.

Bisher wurden die „Götter in Weiß“ nie wegen Korruption belangt. Kein Staatsanwalt hat je wegen der „Garage in Griechenblau“ ermittelt, kein Richter hat eine Verhandlung geführt, weil ein Arzt sich den „Umbau seiner Praxis“ durch den Apotheker hat finanzieren lassen.

Damit ist jetzt wohl Schluss. Wenn es um korrupte Ärzte in Griechenland ging haben deutsche Medien immer das gleiche Beispiel gebracht. Ein Patient bekam nur einen Operationstermin, wenn er schmierte.

Keine tägliche Berichterstattung gibt es, wenn ein Arzt in Deutschland sich den „Umbau seiner Praxis“ durch einen Apotheker finanzieren hat lassen oder lässt. Aber nicht  nur das, ein Arzt ließ sich durch den Apotheker auch gleich mal die Miete für seine Praxis „mitfínanzieren“ lassen. (1)

Dafür bekam dann der Apotheker die Bevorzugung des Arztes zu spüren, wenn es um die  „Verschreibung“ eines „teure(n) Krebsmedikamente(s) (namens) (Zytostatika) ging. Eine Hand wäscht die andere oder nach dem StBG nennt man so was „Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr nach Paragraph 299“, StGB.

Doch das reichte dem Apotheker noch nicht, er wollte nun an den Kosten für Miete „Arztpraxis und Umbau der selbigen einfach auch noch was verdienen und hat deshalb in seiner Steuererklärung die Schmiergeldkosten als  „Betriebsausgaben“ mit abgesetzt.

Und es gab dann wohl so was wie einen denkenden und handelnden „Finanzbeamten“, was auch eine Rarität in Deutschland ist, der hat Strafanzeige beim Staatsanwalt gestellt. (2)

Nun liefen die Ermittlungen wegen der Beweislage sehr schleppend und schwierig, doch am Ende gab es eine Gerichtsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Braunschweig mit einem Urteil, das viele „in Justizkreisen nicht nur als Wende, sondern gar als ein Erdbeben bezeichnet“ haben.

Man kann nur hoffen, das stimmt so und viele Staatsanwälte hoffen und bangen nun um eine Fall, der vor dem Bundesgerichtshof (BGH) landet und dort etwa von einem Richter wie Thomas Fischer, der „in einem führenden Kommentar zum Strafgesetzbuch schreibt: Einladungen zu Spasstagungen für Ärzte und ihre Ehefrauen oder Honorare für erkennbar wertlose Studien reiht Fischer dort als Musterbeispiele für Schmiergeld an Vertragsärzte unter dem Korruptionstatbestand ein „Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ – Paragraph 299)“ ein.

Das Feld „Korruption“ ist in Deutschland einfach größer und weiter, wie viele einfach es wahrhaben wollen. Vielleicht haben zu viele Griechen in Deutschland studiert und etwas gelernt, was sie dann zurück in ihrer Heimat umgesetzt haben, nach dem Motto: „Was gut ist für den Exportweltmeister muss doch auch gut sein für Griechenland“. Nur darüber redet man nicht, im Land des Exportweltmeisters, in Griechenland schon.

1) http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E36AE20FA53404B9DBB1DFF11B9D4F30D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

2) http://www.morgenpost.de/berlin/article1297879/Berlin-entgehen-500-Millionen-Euro-Steuern.html

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