Sind Cyborgs korrupt oder können sie gar mobben?

To be a Cyborgor not to be?

Diese provokante Überschrift hat einen realen Hintergrund der in einem großen Forschungsprojekt „Universität Würzburg“ unter dem Namen „Rechte und Pflichten von Robotern“ oder  „Robotik und Recht“ läuft und juristische Fragen klären soll. Ein Problem das bisher übersehen worden ist und noch in den Kinderschuhen steckt.

„In den kommenden drei Jahren wollen ….  Wissenschaftlern unter anderem aus Tübingen und Bonn untersuchen, welche Probleme auftauchen, wenn Roboter immer selbstständiger werden, und wie der Gesetzgeber darauf reagieren muss“. (1)

Noch wird das Problem anhand von so genannten Labourfällen bestimmt, doch mit etwas Know-how und Abstraktionsfähigkeit kann man ahnen, welche Flut von Problemen da auf uns zu kommen. Ob es der „automatisierte Fahrer“ im KFZ ist oder die Cyborgs am Gepäckband auf dem Flughafen, die Probleme werden sicherlich zunehmen.

Am Anfang wird noch mit staunenden Augen über solche Ereignisse wie den „Koffer zerfetzenden Roboter“ diskutiert und als Einzelfall abgetan, doch mit den Jahren nehmen die Probleme und juristischen Auseinandersetzungen sicherlich zu.

Wann wird der erste „Personalsachbearbeiter“ ein vollautomatisierter Robocom oder eben der Cyborgs (Mensch-Maschinen-Mischwesen) sein und selbstständig oder auf Anweisung eigenständige Handlungen vollführen, wie die Aussage,  „die Altenpflegerin K. hat am 01.06.2016 illegale Sterbehilfe geleistet“. Dieser Eintrag erfolgt in ein Netzwerk aus Dateien,  aus denen alle Pflegeeinrichtungen sich informieren werden. Welche Chance hat Frau K. mit 57 Jahre noch auf dem Arbeitsmarkt? (2)

„Schon heute gibt es Roboter, die in der Lage sind, Wege autonom zurückzulegen und dabei innerhalb eines gewissen Rahmens Entscheidungen selbst zu treffen, erklärt Dr. Susanne Beck. Die Juristin ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Eric Hilgendorf und wird an dem neuen Forschungsprojekt arbeiten“. (1)

Noch werden am Anfang solche einfachen juristischen Fragen stehen, doch die Realität ist oft schon weiter, als wir es zu erfahren bekommen werden. Gerade der Komplex Militär und Krieg verdeutlicht das Problem in seiner ganzen Vielfalt.

>> Die Bandbreite der Themen ist in dem Forschungsprojekt weit: Cyborgs – also Mensch-Maschinen-Mischwesen – beschäftigen die Juristen genauso wie Computer, die so intelligent geworden sind, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Aber auch vergleichsweise „profane“ Techniken sind nicht frei von rechtlichen Problemen. Das gilt für den automatisierten Rollstuhl genauso wie für einen Operations- und den Militärroboter, deren „Fehleinschätzungen“ möglicherweise gravierende Schäden verursachen können.<< (1)

Man sollte gerade diesem Feld und dem Einsatz von Cyborgs in den Verwaltungen, im Militär natürlich und in der Arbeitswelt vermehrt Aufmerksamkeit schenken. Das Militär wird uns eh nie richtig informieren, genauso wenig wie die Geheimdienste. Und für Länder wie die USA wird es Fragen der Vollstreckung der Todesurteile durch Roboter an Straftätern bald genauso geben wie in China oder Nordkorea. Noch scheut unsere Moral davor zurück, das ganze Ausmaß dieser abstrakten Cyborgs-Fragen zu zulassen, doch die Zeit wird kommen.

1)http://idw-online.de/de/news363888

http://www.dashoefer.de/Online-Angebote/Newsletter/Verwaltung-und-Wissenschaft-aktuell/

http://www.dashoefer.de/

2)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/04/28/drei-verdiente-altenpflegerinnen-bis-zur-fristlosen-kundigung-gemobbt/

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: