Joe Ackermann und die Deutsche Bank zocken kräftig ab.

Mr. 30 % oder Joe der Bankenriese

Während Europa über die Finanzkrise und den drohenden Staatsbankrott von Griechenland sich die Köpfe heiß diskutieren, geht Joe Ackermann seinen Weg des maximalen Profits auch in der Bankenkrise.

„Die Schuldenkrise Griechenlands hat am Dienstag erneut für schlechte Stimmung am deutschen Aktienmarkt gesorgt“. (1)

Zuvor kam jedoch die Erfolgsmeldung von der Deutschen Bank. Ackermann hat alle Analysten überrascht. „Die Deutsche) Bank habe den zweithöchsten Quartalsgewinn überhaupt und den höchsten im Investmentbanking erwirtschaftet, sagte Ackermann am Dienstag in Frankfurt. Dies ist umso bemerkenswerter, als wir seit Ausbruch der Krise unseren Eigenhandel massiv verringert und die Risikopositionen kräftig abgebaut haben“. (2)

Stellt sich die Frage nach dem Wie? Wie konnte die Deutsche Bank so einen Rekordgewinn einfahren, insbesondere in dem Bereich „Investmentbanking“?

Denn am gleichen Tag noch, hat der „EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier“ philosophiert, „die Zeiten hoher Gewinne in der Bankenbranche sind …… vorbei. Jeder sollte einsehen, dass die Höhe der Gewinne aus der Zeit vor der Krise eine Sache der Vergangenheit ist, meint der EU-Bankenexperte Barnier. (3)

Die „Deutsche Bank“ straft ihn Lügen, weil sich auch nicht den Rekordgewinn im Kernbereich der Bankenwirtschaft erzielt hat, wie Barnier meint. „Die Bankenbranche (solle) wieder zu ihrer Kernaufgabe einer Kreditversorgung der Wirtschaft zurückgeführt werden“. (3) Hier spricht wohl die Hoffnung auf eine Marktphilosophie, die es so nie wieder geben wird, und wahrscheinlich auch nie gegeben hat.

Denn wie die konservative Welt feststellt und sich verwundert die Augen reibt und „ungläubig … auf das Datum dieser Meldungen“ (starrt). Hat „die Deutsche Bank … im Investmentbanking das beste Quartal aller Zeiten hin(gelegt) und erreicht(e) eine Rendite von 30 Prozent“. (4) Wer sagst denn, hier ist sie wieder, die 30 und das bleibt auch das Ziel von Ackermann, mag da kommen was will, IKB oder EU.

In der Analyse jedoch ist die Welt mal wirklich offen und ehrlich. „.. „Geht der Rekordgewinn im Kapitalmarktgeschäft … zu einem guten Teil auf die Flut an flüssigen Mitteln zurück, mit der die Regierungen weltweit die Krise bekämpft haben – ein Zustand, der nicht ewig andauern wird“. (4)

Da lohnt sich doch die Freundschaft zwischen Ackermann und Merkel, auch wenn beide nur Wiener Schnitzel mit Pommes löffeln, die Politik und ihre mehr oder weniger gewollte Unfähigkeit und Aussitzphilosophie hat ihren Anteil am Supergewinn der Deutschen Bank. „Die Politik lässt die Finanzwirtschaft derweil am langen Zügel“, und das reicht coolen Zockern wir Ackermann.

Selbst Obama ging mit seiner Idee schärfere Bankenregulierung baden, der US_Senat hat dagegen gestimmt. Und so können Finanzhaie wie Ackermann den Markt abräumen, komme nach mir die Sintflut. Wir Bürger bezahlen die Kosten und Niederlagen, die Banken sacken dagegen die Gewinne ein, so was nennt man wohl Arbeitsteilung auf den Finanzmärkten.   

1) http://de.reuters.com/article/marketsNews/idDEBEE63Q0C120100427

2) http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE63Q05S20100427

3) http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE63Q06F20100427

4) http://www.welt.de/wirtschaft/article7359406/Die-Zahlen-der-Deutschen-Bank-sind-alarmierend.html#reqRSS

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