Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) jammert mal wieder

Nieten in Nadelstreifen

Offenbar gilt es unter Unternehmern, Managern und Verbandsfunktionären als schick zu Jammern, wenn sie Probleme haben oder sich welche machen. Statt Lösungen zu suchen, wird mal wieder alles in der Gesellschaft angegriffen, Schule, Jugend und Gesellschaft.

Obwohl die Industrieverbände seit 10 Jahren wissen, dass sie ab 2010 nicht mehr genug Lehrlingen mit „Promotion und Auslandsstudium“ finden, der demografische Faktor wirkt endlich positiv auf den Arbeitsmarkt, hat man nichts gemacht.

Nun also soll  „den Schulabgängern .. nach Einschätzung der Wirtschaft immer öfter die Grundvoraussetzungen für eine betriebliche Ausbildung“ fehlen. (1) Ja,  das mag sein, wir bilden in der Schule auch die Jugend für das Leben aus und nicht als „Fabrikroboter“ oder „Zeitarbeiter„, die man je nach Lust und Laune kündigt, mobbt und schikaniert.

Es ist nur rechtens, wenn die Industrie und das Handwerk sich um „unterschiedlichen Formen“ von „Nachhilfe im eigenen Unternehmen“ kümmert, schließlich gehört so was zur Ausbildung und nicht nur Türen anstreichen oder Autos polieren.

Immer nur Jammern

Die Wirtschafts- oder Finanzkrise hat doch eines gezeigt, Manager und Geschäftsführer haben auch erhebliche Defizite was die sozialen Interessen einer Gesellschaft angeht, auch da muss man endlich Nachhilfe anbieten.

Wer etwas will, muss auch investieren und geben. Und wer nur Ansprüche stellt und jammert, der soll doch im Ausland investieren und sich dort mit den „Gebräuchen und Sitten“ herumärgern, dann weiß er endlich, was er an unserer Gesellschaft hat. 

Kein Unternehmer ist gezwungen, hier in Deutschland zu bleiben. Die Jammernummer zieht nicht mehr „ihr Nieten in Nadelstreifen„, ärgert euch doch in Russland oder der Türkei herum, wenn ihr meint, es ist dort besser. Doch davon haben die Chefjammer Angst, dort gilt Jammern als Schwäche und Unfähigkeit, und die Zeit der Schmiergelder und schwarzen Kassen ist auch vorbei, ihr Nieten in Nadelstreifen.

Wenn die Wirtschaft klagt, dann interessiert das kein „Schwein“ mehr, schon gar nicht die Wildschweine in der Hauptstadt. Bezahlt lieber euere Steuern pünktlich und nicht auf Schweizer Konten, dann hätten wir mehr Geld für ein besseres Schulsystem, dass sich an der Gesellschaft orientiert und nicht an der Geldgier von Nieten in Nadelstreifen.

1) http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE63702Q20100408

http://www.welt.de/wirtschaft/article7093704/Betriebe-unterrichten-unfaehige-Schueler-nun-selbst.html#reqRSS

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