Nichtwähler kippen Landratswahl in der Uckermark

Ich möchte auch gerne Nichtwähler werden. 😉

Es gehen Tag für Tag Veränderungen in diesem Lande vor, die die Politiker und Medien uns am liebsten Verschweigen würden. So hat im Land Brandenburg am Sonntag, den 14.03.2010 in 7 Landkreisen stattgefunden.

„Der Landrat ist Organ und Hauptverwaltungsbeamter eines deutschen Landkreises oder Kreises. Er vertritt den (Land)Kreis nach außen. In vielen deutschen Bundesländern ist „Der Landrat“ auch die Bezeichnung der von ihm geleiteten Behörde, der Kreisverwaltung“.(1)

Für die Politiker in Land und Kreis eine herbe Niederlage, denn durchweg ist der Block der Nichtwähler auf inzwischen 45,3 und 72,2% angewachsen. Im Kreis Uckermark scheiterte die Wahl sogar an der hohen Anzahl der Nichtwähler von 70,9%.

„In der Stichwahl konnte keiner der Bewerber die notwendige Zahl der Wähler hinter sich bringen“. (2) Nun wird der Landrat vom Kreistag, also den Politkern gewählt und nicht vom Volk.

Ja wo ist denn nur mein Volk bloß abgeblieben? 😉

Eine Diskussion über dieses politische Fiasko für alle auch im Bundestag vertretenen Parteien scheint nicht statt zu finden. Das Volk hat die Nase voll und per Nichtwahl abgestimmt.

Weder der selbsternannte Brandenburger oder Deichgraf Platzeck, noch Bundespolitiker haben zu dem Wahlfiasko Stellung bezogen, dazu sind sich die Damen und Herren zu fein dazu. Für uns Nichtwähler ein wichtiger Meilenstein zu einer radikale Veränderung der parlamentarischen Ordnung hin.

Die Macht der Nichtwähler wird nun langsam zur Abstimmung mit dem „Kugelschreiber“. Man darf gespannt sein, wie die EU- und  OECD-Beobachter das wahrnehmen, vor Ort war scheinbar leider keiner. Ein Brandbrief sollte da helfen.

Es ist auch auffällig, dass die Kanzlerin genauso wie der Bundespräsident dazu Schweigen, die so gerne sich vom Volk feiern lassen. Die Feier aus Brandenburg hat ihnen wohl nicht gefallen, vermute ich mal.

„Die Ergebnisse im Überblick:

Fürstenwalde (Oder-Spree), Wahlbeteiligung 27,8 %

Uckermark, Wahlbeteiligung 29,1 %.

Frankfurt (Oder), Wahlbeteiligung 39,5 %.

Erkner (Oder-Spree), Wahlbeteiligung 42,2 %

Templin (Uckermark), Wahlbeteiligung 48,6 %

Woltersdorf (Oder-Spree), Wahlbeteiligung 54,7 %

Werder (Havel), Wahlbeteiligung 48,8 %“ (2)

1) http://de.wikipedia.org/wiki/Landrat_(Deutschland)

2) http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/sieben_kopmunale_wahlen.html

http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/dpa/2010/03/14/kein-sieger-bei-landratswahl-in-der-uckermark.html

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