Eisschnelllaufverband und „öffentliches Mobbing“

Doping

Im Sport sind die auffällig guten Leistungen von Sportlerinnen und Sportlern oft nur über Doping zu erreichen. Ob bei Olympia, der Tour de France oder in der Arena der Eisschnellläufer, schon längst haben wir uns an Meldungen gewöhnt, dass Sportler gedopt haben.

Doping ist so alltäglich geworden wie das Ei zum Frühstück am Sonntag.

Von daher wundert man sich über solche Äußerungen schon etwas.  „Das Bekanntwerden der Namen von zwei deutschen Eisschnellläuferinnen mit erhöhten Blutwerten hat am Rande des Weltcups in Erfurt Wut und Entsetzen in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) ausgelöst“. (1)

Im Sport geht es um Erfolg und Erfolg heißt Geld und Geld macht gierig, gerade wenn Erfolg, Medien und Geld ein Dreieck bilden, das Dreieck der Gier sozusagen.

Nun finden plötzlich die Saubermänner des Sports die Methoden der Ermittler gegen Dopingsünder für überzogen. Die DESG habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet, aber die Ermittlungen dürfen nicht einhergehen mit öffentlichem Mobbing, klagte Heinze und kritisierte die Unverhältnismäßigkeit der Mittel: Wenn Beamte in Antiterror-Ausrüstung dort ankommen, dann schießt man mit Kanonen auf Spatzen“. (1)

Gut, dann sollen doch die Sportfunktionäre die Ermittlungen führen, schließlich müssen wir Bürger mit unseren Steuergeldern die staatlichen Fahnder bezahlen. Warum kommen eigentlich nicht die reichen Dopingsünder für die Kosten auf? Ich kann auch nicht erkennen, was das mit Mobbing zu tun hat.

Hier wollen doch nur kaputte Sportfunktionäre politische Stimmung auf Kosten einer gesellschaftlich wichtigen Diskussion machen und von ihrer Fürsorgepflicht ablenken. Und wo die Fürsorgepflicht verletzt wird, ist Mobbing nicht weit. Ich möchte nicht wissen, wie viele dieser Sportfunktionäre bei Mobbing wegschauen, wenn Sportler nämlich bedrängt werden, ihre Leistung zu steigern, egal auf welche Kosten, und das ist dann Bullying, also Mobbing.

1) http://www.abendblatt.de/sport/article1410845/Dopingvorwuerfe-Verband-beklagt-oeffentliches-Mobbing.html

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