Sollen Stasispitzel ungestraft davon kommen?

Niemand musste in der DDR für die Stasi arbeiten, die Verpflichtungserklärung war für jeden ein Gewissensentscheid. Hundertausende von Opfern haben ein recht darauf, nie wieder in einer Behörde oder einem Amt von einem Stasispitzel schikaniert zu werden.

Wer Verjährung für die Mitarbeiter von Erich Mielke fordert, sollte wissen, was es heißt, wenn diese wieder ohne Angst vor Entdeckung ihr Unwesen treiben können.

Die Diskussion, die in der Sendung Blickpunkt im ZDF begonnen hatte zeigt laut Abstimmung, über 60 % der User sind gegen eine Verjährung. Und das sit gut so, so lange noch wie in Brandenburg Stasispitzel bei der Post, Bahn, Verd.i, Agenturen für Arbeit, Mikrozensus usw. sitzen, kann es keine Verjährung geben.

Zu Recht fordert selbst der Verjährungsbefürworter Michael Jürgs, „wer öffentlich zu seiner IM-Tätigkeit stehe und nach der Wende viel zum Aufbau beigetragen habe, dem könne man auch verzeihen, meint Jürgs. Wer aber geschwiegen habe, der müsse auch mit Konsequenzen rechnen“. (1) Und das ist gut so, zu viele dieser Spitzel sitzen auch in Bundestagssesseln und angrenzten Behörden wie dem Petitionsausschussdienst und freuen sich darüber, das sie uns Bürger weiterhin beobachten dürfen.

Gut, nun hat die Gesellschaft auch versagt, denn eine Birthler hätte niemals die Stasiunterlagenbehörde leiten dürfen, sondern diese Birthlerbehörde hätte komplett in eine zuverlässige Hand von Sachverwaltern übergeben werden müssen, die den Sumpf der Stasiunterlagen systematisch ausarbeiten.

Und im Land Brandenburg, wo viele Stasispitzel aus Sachsen, Sachsen-Anhalt  und Mecklenburg-Vorpommern untergeschlüpft sind, bis sie wieder auftauchen können, muss zügig der Mielkesumpf trocken gelegt werden.

Eine Umfrage alleine in Berlin hat ergeben, „Täter sollten auch zwanzig Jahre nach der Wende zur Rechenschaft gezogen werden“. (1)

Wann endlich akzeptiert die Politik die Forderung der Bürger, auch wenn IM Erika heute mächtiger ist als zu DDR-Zeiten, auch so ein fall, wo die Aufklärung und der Staatsanwalt versagt haben. Was meinen Sie dazu?

1) http://blickpunkt.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8040200,00.html

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3 Antworten to “Sollen Stasispitzel ungestraft davon kommen?”

  1. Ernst Says:

    Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, wenn man sie ständig wiederholt, sonst aber keinerlei Belege zu bieten hat!
    Wie können Sie denn nachweisen, dass gerade beim Mikrozensus massenhaft ehemalige Stasi-Leute beschäftigt werden? Wieso gerade da? Weil Sie zufälligerweise gerade persönlich betroffen sind?
    Wie ich schon einmal sagte, sind die Erhebungsbeauftragten f.d. Mikrozensus (und im nächsten Jahr auch die Volkszählung) meistens ehrenamtlich tätig. Und sooo viele Interviewer sind das gar nicht.

    Könnte es nicht auch sein, dass das ganze Thema Ihre Lieblings-Paranoia ist, an der Sie sich bis zum Rest Ihres Lebens abarbeiten wollen?

    • harrygambler2009 Says:

      Jeder Ex-Stasispitzel der im öffentlichen Auftrag arbeite ist einer zu viel. Jeder Mitarbeiter der Stasi hat und hatte die Möglichkeit sich öffentlich zu seiner Tätigkeit zu bekennen und sich zu entschuldigen.
      Zeige Sie mal bitte die Liste aus Brandenburg und Berlin, auf denen die Namen stehen, die den Schritt der Selbsterkenntnis gegangen sind?
      Viel mehr ist es so, dass viele dieser Volksbefrager oder Erhebungsbeauftragten sich ehrenamtlich gemeldet haben um dann durch das Nadelöhr in einen lukrativen Job im öffentlichen Dienst zu gelangen.

      Weiterhin ist bekannt, dass Brandenburg viele Ex-Stasileute angezogen hat, da dort keine Regelanfrage statt fand. Die Post, Bahn und Telekom sei hier nur ein kleiner Ausschnitt.

      Ich weiß auch nicht, warum die Erhebungsbeauftragten für Berlin gerade aus Brandenburg kommen müssen?

      Meine Erhebungsbeauftragte war nicht ehrenamtlich.
      Warum werden wie bei den Abgeordneten vom Landtag in Brandenburg nicht alle per Check bei der Birthlerbehörde geprüft?

      In zwei Jahren hätte man schon ein Bild geahbt, was dort abgeht.

      Ich weiß nur eines, eigentlich hat keiner für die Stasi gearbeitet, die Frage ist dann nur, wer hat die Millionen von Daten gesammelt und somit das Archiv der Birthlerbehörde gefüllt?

      Kluge Menshcen kombinieren, dumme Menschen schnüffeln.

  2. Ernst Says:

    Alles nur Behauptungen, keinerlei Belege.
    Woher WISSEN Sie denn, welchen Status ein Erhebungsbeauftragter hat? Haben Sie ihn gefragt?
    Aber für Sie ist ja immer alles „bekannt“.

    Im übrigen habe ich doch sehr stark den Eindruck, dass Ihr „Stasi-Problem“ eher psychologischer als sachlicher Natur ist.

    „Kluge Menschen kombinieren, dumme Menschen schnüffeln“ – und ganz dumme Menschen rätseln und spekulieren und unterstellen und spinnen sich Verschwörungstheorien zusammen.

    Daher Ende der Diskussion meinerseits.

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