Westerwelle oder wie mache ich Deutschland und Europa lächerlich

Man ist ja manches gewohnt von diesem Herren, mal kassiert seine Partei spenden vom Möwenpickbaron und verabschiedet dann einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotelbranche.

Oder man erhöht das Kindergeld, aber eben nicht für alle, gerade die Hartz IV-Kids bekommen nichts, denn das Kindergeld ist wahrscheinlich nur noch für Reiche was. Bisher hat leider nicht mal die LINKE oder SPD geschafft, Verfassungsklage wegen Diskriminierung einzulegen, bei den Grünen weiß man eh nicht mehr, was Kinder sind.

Und wer meinte, dass sei es gewesen, der kennt Guido den Außenminister nicht. Dieser hat sich schon rechtzeitig bei so großartigen Einrichtungen wie der LGT Bank Schweiz AG als Gastredner für schlappe 7000 Euro verdingt.

„Die LGT Bank Schweiz AG ist eine Tochter der Liechtensteiner LGT Group, einem Finanzunternehmen des örtlichen Fürstenhauses. Im Februar 2008 geriet die LGT Group über eine weitere Tochter, die LGT Treuhand, ins Zentrum der Affäre um millionenschwere Schwarzgeldkonten, die deutsche Steuersünder in Liechtenstein vor dem Fiskus versteckt hatten. Zuvor war der Treuhand eine Reihe geheimer Kundendaten abhanden gekommen, die – gespeichert auf mehreren DVDs – den deutschen Behörden zugespielt worden waren“.(1)

Und die Hörer hatten an diesem Abend am 11. April 2007 viel zu lachen. Guido hat so richtig den Clown rausgehängt und zum Thema Steuerstreit zwischen der Schweiz und EU die Gäste erheitert. „Bei seinem bezahlten Vortrag („Globalisierung – Chancen aus liberaler Sicht“) wetterte Westerwelle im April 2007 unter anderem gegen Staaten mit staatsbürokratischer Bevormundung und erfreute die geladenen Gäste aus Wirtschaft und Politik mit einer Bemerkung über den damaligen Steuerstreit zwischen Schweiz und EU. So dozierte der Politiker, dass sich diejenigen über den Steuerwettbewerb beklagen, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Die Bank und ihre Gäste kamen offenbar auf ihre Kosten: Für seine Ausführungen, schrieb die Neue Zürcher Zeitung damals, habe Westerwelle bei den Anwesenden viel Zustimmung und zahlreiche Lacher geerntet“.(1)

Dann darf einem nicht wundern, dass solche Bankiers nicht gerade Angst vor den Politikern der EU haben und somit auch Deutschland.

Doch so gut ist Guido wiederum auch nicht, denn er hat nur Vorträge der Stufe 3 gehalten, zu mehr reicht es eben bei ihm nicht, außer die EU in einem Nicht-EU-Land lächerlich zu machen.

Leider sind die Vorträge nicht frei zugänglich, man weiß nur, Guido hat für 35 Vorträge dieser Mittelmaßstufe 245.000 Euro kassiert und ordentlich in der Einkommenssteuererklärung angegeben. Den Hörern kann es egal sein, sie hatten wenigstens was zu Lachen. Einen Vortrag über seine sexuelle Neigungen hat er den Hörern aus dem Geldadel leider nicht angeboten, schade, dann hätten sie wenigstens noch ein paar Witze reißen können.

1) http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/9935206-Westerwelle-kassiert-fuer-Vortrag-bei-Bank,page=0.html

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