Ver.di verweigert Mitarbeiter seit 2003 gerechten Lohnzuwachs.

Lohnerhöhung für ver.di-Mitarbeiter

Seit etwa 3 bis 4 Jahrzehnten ist ein Verfall der Kultur innerhalb der Arbeitnehmerschaft zu erkennen. Federführend dafür ist das „Einheitsgewerkschaftprinzip“ und die Maßlosigkeit der Funktionäre, die offenbar keiner mehr stoppen kann.

Erinnert sei hier nur an die Vorgänge in der Autostadt in Wolfsburg, die IGM, Patta und die Betriebsratswahlen dort. Oder um die Ereignisse um Hartz und Betriebsratsboss Volkert bei VW. (1)

Nun als tobt seit heute, Mittwoch den 03.02.10 der Arbeitskampf von ver.di um eine Lohnerhöhung für die Bediensteten im öffentlichen Dienst um 5 %. Dazu mag man stehen, wie man will, angesichts leerer Kassen, Steuergeschenke an Hotelunternehmen, Finanzkrise und steigenden Lebenshaltungskosten.

Dann aber muss fragen, wie es Funktionäre wie Frank Bsirske (2) (Grüner und ver.di-Boss) es fertig bringen, sich vor ein Mikrofon zustellen und seine eigenen Mitarbeitern eine Lohnerhöhung zu zumuten, die nicht mal annähernd dem entspricht, was  ver.di für die von uns bezahlten Mitarbeitern von der Müllabfuhr bis zur Krankenschwester fordert.

„Während die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst um fünf Prozent mehr Lohn kämpft, will sie den eigenen Angestellten nur 1,5 Prozent sowie rückwirkend für 2009 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro gewähren.

Das ergaben Recherchen des NDR Fernsehmagazins „Menschen und Schlagzeilen“ (Sendetermin: Mittwoch, 3. Februar, 21.10 Uhr).

Viele Mitarbeiter seien verärgert über das niedrige Angebot, sagte Dieter Krause, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender im Landesbezirk ver.di Nord, in „Menschen und Schlagzeilen“. Die ver.di-Mitarbeiter forderten selbst auch fünf Prozent mehr Gehalt.

Seit 2003 habe es für die ver.di-Beschäftigten keine allgemeine Lohnerhöhung mehr gegeben“.(3)

Und wenn man dann noch bedenkt, dass Bsirske bis zum Bekannt werden seiner Südseereisenpraxis immer seinen Vorteil nutzen wusste, dann stellt man zwischen Anspruch und Realität doch einen Abstand fest, der sich mit den Nebeneinkünften der Funktionärselite messen lässt.

Bisher ist nämlich nicht bekannt, wie viel Funktionäre von ver.di im Aufsichtsrat sitzen und dies sehr oft durch das Modell „Mitbestimmung“.

Von Bsirske weiß man, dass er mehrere gut bezahlte Nebenjobs hat, nur was er wirklich am Monatsende in der Tasche hat, das steht auf keiner Internetseite von ver.di (1) Die Politik der gläsernen Tasche ist wohl bei den Grünen und ver.di nicht sehr beliebt.

„Bsirske ist Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE und der Lufthansa AG. Bei der Lufthansa wurde er im Jahre 2003 nach einem Streikaufruf, welcher das Unternehmen mehrere Millionen Euro gekostet haben soll, als Aufsichtsratmitglied nicht entlastet.[1] Bsirske ist außerdem Mitglied im Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau“(4)

Von solchen Einnahmen ihres Arbeitnehmerbosses dürften ver.di Mitarbeiter nur träumen, auch wenn sie Gruppenweise ihr Monatseinkommen zusammenlegten. Die Preisfrage heißt nun, wie viele Monatsgehälter müssen wie viele  ver.di-Mitarbeiter in einen Topf tun, damit sie ein Monatsgehalt-Bsirske erreichen. So was nennt man dann heute Solidaritätsfond.    

1) http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/12/17/igm-metall-wolfsburg-mobbt-und-bespitzelt-betriebsrat/

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,537064,00.html

2) http://www.verdi.de/kampagnen_projekte/herbstaktionen_2006/frank_bsirske_in_berlin

3)http://szene-deutschland.blogspot.com/2010/02/menschen-und-schlagzeilen-streit-um.html#comment-form

4) http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freiflug-ins-abseits;2018651

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