Gefälschte Arbeitslosenstatistik für Hamburg

Die Agenturen für Arbeit haben eigentlich nur noch eine Aufgabe, Hartz IV-Empfänger wegen Nichtigkeiten ihr Geld zu sperren und Statistiken zu erstellen, aus denen nur noch Erfolge hervor gehen.

Ver.di hat das für Hamburg mal analysiert. So tauchen „Ein-Euro-Jobber, Qualifizierungsmaßnahmen oder erwerbsfähige Hilfebedürftige … in der Arbeitslosenstatistik nämlich nicht auf“. (1) So was nennt man in der Soziologie „Ausgrenzung“ oder im Alltag, schikaniere immer den Schwächeren.

Oder in Zahlen ausgedrückt, „von den offizielle 83426 Arbeitslosen in Hamburg (9,1 Prozent) sind 66,5 Prozent Hartz-IV-Empfänger und 33,5 Prozent erhalten Arbeitslosengeld (bis zu zwölf Monate lang). Hinzu kommen rund 83000 sogenannte erwerbsfähige Hilfebedürftige, die ebenfalls Hartz IV bekommen, aber dem Arbeitsmarkt z. B wegen Krankheit oder der Betreuung von Familienangehörigen nicht unmittelbar zur Verfügung stehen – also nicht in die Statistik einfließen“.(1)

Erwerbsfähige Hilfebedürftige nennt man nun die Ausgegrenzten, der Begriff könnt von der „Stasi“ stammen, die hatten auch so eine Wortschöpfungsfantasie. Wer weiß schon, was bei der BfA so in den Büros rum sitzt.

Ein Blick auf die Zusammensetzung oder Struktur der Arbeitslosen ist auch sehr interessant. „52,8 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung (81,8 Prozent von ihnen erhalten Hartz IV). Langzeitarbeitslos sind 26,1 Prozent. 23,4 Prozent der Arbeitslosen sind Ausländer.

Unterbeschäftigte: Rund 25000 Hamburger sind „unterbeschäftigt“, befinden sich z.B. in Ein-Euro-Jobs oder in Qualifizierungsmaßnahmen und kommen so in der Arbeitslosenstatistik ebenfalls nicht vor.

Kurzarbeit: Im Schnitt waren im vergangenen Jahr 15000 Hamburger in Kurzarbeit. Das ergibt laut ver.di einen Beschäftigungsausfall, der 5000 Arbeitsplätzen entspricht“. (1)

Wie immer trifft Arbeitslosigkeit die ohne gute Ausbildung, Ausländer und Ältere. Ein Euro-Jobs bringen da gar nichts, sie dienen den AfA nur als Schikaneinstrument und sollten möglichst schnell gestrichen werden, die sie gegen die „guten Sitten“ verstoßen und die „Würde des Menschen“ oft für lange Zeit schädigen.

1) http://www.webnews.de/http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100202/hamburg/politik/arbeitslosigkeit_statistik_falsch.html

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Eine Antwort to “Gefälschte Arbeitslosenstatistik für Hamburg”

  1. packen wir an Says:

    Das Problem der Arbeitslosigkeit wird uns in Zukunft immer stärker treffen. Spätestens in der nächsten Krise werden wieder Arbeitsplätze wegfallen die nicht wieder aufgebaut werden können.

    Das Problem wird nicht durch Änderungen in der Geldverteilung und Erhöhung des Drucks auf Arbeitslose gelöst (z.B. Agenda 2010, HarzIV)! Auch ist die massive Ausweitung des Billiglohnsektors und Stützung durch die Grundsicherung nicht der richtige Weg! Uns brechen die Einnahmen weg!
    Also verschuldet uns die Regierung immer weiter. Die nächste große Krise wird folgen.

    Doch die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Leider glauben die meisten Menschen das, dass so sein müsste. Da ist aber ein Trugschluss !

    Uns müsste es eigentlich immer besser gehen, da wir mit so wenig Aufwand wie noch nie immer mehr produzieren können !

    Uns geht es aber immer schlechter, statt immer besser !
    Eigentlich sollten wir immer weniger arbeiten müssen. Jede Produktivitätssteigerung sollte uns eine bessere Lebensqualität bringen.

    Gehen wir endlich die Ursachen der Arbeitslosigkeit mit dem Arbeitsguthaben System an.

    http://www.arbeitslosigkeit-besiegen.de

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