Und wieder ist ein Stasispitzel aufgeflogen, diesmal IM Bergmann (SPD)

Langsam nimmt die Stasispitzelselbstenttarnung Fahrt auf. Diesmal hat der „designierter SPD-Fraktionschef (seine) zweijährige konspirative MfS-Tätigkeit bei der NVA offen“ gelegt.

Gut, Herr Stieger hat etwas Mut bewiesen, was viele oder 99 % der Stasispitzel nicht hatten und haben, er ist vorbildlich mit seiner 47-seitigen Täterakte an die Öffentlichkeit gegangen. Doch aber auch erst nach dem Gerüchte von ihm in Umlauf kamen, das ist die Einschränkung.

Und IM Bergmann gibt zu, ab dem „17. Oktober 1986 wurde er auf Basis der politischen Überzeugung für die inoffizielle Zusammenarbeit gewonnen, schreibt sein Werber Falkenstein, der auf den Klarnamen Hauptmann Auge hört. Im Oktober 1986 ist Stieger, der sich vor seinem Jura-Studium zu drei Jahren NVA verpflichtet hat, Unteroffizier in Groß Behnitz. Dort stehen die Mittelstrecken-Raketen-Transporter, die im Ernstfall auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden sollen. Wer dort seinen Ehrendienst tut, ist kein Staatsfeind und ordentlich durchleuchtet. Doch im Technischen Zug ist mit der Entlassung Herbst 86 die Stasi nicht mehr verankert und so nimmt Hauptmann Auge nun Dirk Stieger ins Visier“.(1)

Hat die Birthler die Akte IM Erika vernichtet?

Und nun warten wir also auf IM Erika oder warum jubiliert die CDU und CDU-Chef Walter Paaschen in Brandenburg eigentlich? Wann kommen endlich ihre Stasispitzel zur Einsicht, dass ein wenig Mut etwas Demokratisches und nichts Konspiratives ist. Oder wissen sie etwa, was da in der Birthlerbehörde mit bestimmten Akten auch noch im Jahr 2010 passiert?

Und wie schon mehrfach erwähnt, hat die Birthler-Behörde auch in diesem Fall eine unrühmliche Rolle gespielt. Es wurde eine wichtige Akte der Zeitdokumentation vernichtet, eben die Akte 2 im Fall IM Bergmann. Wier kann so etwas geschehen?

„Allerdings liegt der Birthler-Behörde auch nur die Akte I vor, die gemeinhin als Kaderakte gilt. Die Arbeitsakte II mit 32 Seiten, die gewöhnlich Treffberichte und Nachberichte enthält, ist zwar im August 1988 archiviert, aber wohl vernichtet worden“.(1)

Die Entlassungsurkunde?

Und dann darf man doch wohl als Stasiopfer West im Jahr 2010 fragen, was machen die eigentlich im Freizeitpark der Birthlerbehörde? Wann geht nun endlich die Birthler, es ist doch ein Skandal was die Dame da bezieht.

Ich dachte immer bisher, nur die Stasileute hätten so etwas getan. Akten vernichten, da wird sich aber IM Erika eines ins Fäustchen lachen. Aber nur so lange bis ein Klarnamenträger oder ein zweiter Hauptmann namens Auge auftaucht und uns aufklärt. Nur wo ist der bitte?

1) http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11698569/61009/Designierter-SPD-Fraktionschef-legt-zweijaehrige-konspirative-MfS-Taetigkeit.html

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