Mobbing-Opfer erhält 30 000 Euro Schmerzensgeld.

Der Schrei

Der Schrei

In einem bemerkenswerten Urteil hat das Arbeitsgericht Cottbus einer DRK-Pflegedienstleiterin 30 000 Euro Schmerzensgeld zuerkannt. Zuvor hat sie jedoch schon einem Auflösungsvertrag zugestimmt, so dass man das Urteil mit gemischten Augen sehen kann.

Denn der Täter, in dem Falle der DRK-Geschäftsführer sind weiter im Amt. Dabei sollte der Grundsatz einer Demokratie immer lauten, schützt die Opfer und bestraft die Täter. Leider ein Grundsatz, den Arbeitsrichter systematisch umgehen und missachten. Auch dieses Urteil, was im Sinne des Mobbingopfer zu begrüßen ist, wird Mobbing nicht aufhalten, denn der Täter kann auf eine reiche und mächtige organisation zurückgreifen, das DRK. Wo hier beim DRK der Grundsatz der Hiklfe ist, bleibt weiterhin offen.

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Im Falle des Opfers, das  weiterhin in „ärztlicher Behandlung – wegen Depressionen, Angst, Unruhe und Schlafstörungen“ ist, müssen DRK und Geschäftsführer für „mögliche Gesundheits- oder Vermögensschäden“ aufkommen.

Den Fall betreuen „Klaus Michael Alenfelder“, Anwalt und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht“ sowie sein Kollege Frank Jansen. Sie haben auch diesmal dem Gericht nicht nur „eine 23 Seiten Klageschrift“ vorgelegt, sondern diese grafisch „eine gut zwei Meter lange Papierbahn“ aufgezeichnet. Dazu wurden „beschrifteten Kästchen …. nebeneinander auf einer Zeitachse von 2004 bis 2009“ mit den  „persönlichen Angriffe gegen ihre Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wirdMandantin stichpunktartig aufgezeichnet“. Ein Hilsinstrument das jedes Mobbing-Opfer sich merken sollte und zu Hause auch führen kann. Anwälte sollten dieses zuverlässige und überschaubare Instrument aufgreifen, wenn sie wieder Mobbing-Prozesse anstreben sollten. Akten sind Akten, wer liest die von den Richtern oft schon, doch eine solche „Mobbingbahn“, das hat Wirkung und auch Richter müssen erkennen, hier stimmt was nicht.

Bürostreit

Bürostreit

Das Ziel der grafischen Dartsellung wurde erreciht, denn gerade in Cottbus haben „nach Auskunft von Arbeitsgerichtssprecher Klaus Mittelstädt .. Mobbing-Klagen ..  nur selten Erfolg“. Liegt dann auch an der Qualifikation der Richter, dazu nimmt Mittelstädt jedoch keine Stellung, denn auch mit dem Mobbingtagebuch hat man schon viele Opfer ins leere laufen lassen.

Ein gutes Urteil und man sollte den Fall im Auge behalten, wenn es um die Erstattung und Bezahlung der „Gesundheits- oder Vermögensschäden“ geht.

http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Schlagwort-Tag-mit-Dummy-Text;art1065,2601820

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Eine Antwort to “Mobbing-Opfer erhält 30 000 Euro Schmerzensgeld.”

  1. atosine Says:

    Genau so ist es beim DRK! Vor allem im Bundesverband. Aber hier wird man nicht nur durch Mitarbeiter gemobbt, u. a. auch in Puncto Ausländerfeindlichkeit, nein, auch von der Leitungsebene in 2ter Reihe. Hier werden Mitarbeitern Dinge vorgeworfen, für die sie keine Verantwortung tragen, Dinge, die andere Mitarbeiter verzapft haben, aber leider nicht mehr hier arbeiten, Dinge, für die die Vorgesetzten Unterschriften leisten, aber allen Schaden von sich abwenden und dann auf die Mitarbeiter abwälzen. Vorgekommen ist hier auch, dass bestimmten Mitarbeitern der Umgang miteinander verboten wird. Auch die lapidarsten Dinge werden einem hier vorgeworfen, so dass man sich – trotz seiner Ausbildung – wie der letzte Hampel vorkommt. Am schlimmsten ist, dass, wenn man bestimmte Mitarbeiter aus dem Haus haben möchte, Vorgänge konzipiert werden, in denen andere Mitarbeiter mitspielen müssen, so dass dann der, den man raushaben möchte, keine Chance hat und gekündigt wird oder den man dann zu einem Aufhebungsvertrag nötigt!
    Besonders die Vorgesetzten, die hier den meisten Dreck am Stecken haben, begünstigen sich obendrin, obwohl Geschenke annehmen hier untersagt ist!

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